Lelhverkehr In der Region Nord-Transdanubilen
PALLÓSI-TOLDI Márta


Die Studie fasst die Ergebnisse einer Untersuchung über die inhaltlichen, organisatorischen und administrativen Eigentümlichkeiten des Leihverkehrs und Dokumentlieferung auf Grund eines 15 Bibliotheken der Region enthaltenden Musters zusammen.
In den uritersuchten Bibliotheken wird diese Dienstleistung in beiden Richtungen in Anspruch genommen. Die Zahl der Bestellungen betrachtet führt die UB Veszprém die Rangliste, ihr folgen die Komitatsund Hochschulbibliotheken. Als Lieferbibliothek erhielt die Berzsenyi-Komitatsbibliothek (Szombathely) die meisten (2600) Bestellungen.
Das Interesse für dieses Service ging nach der Einführung der Gebühren der Fernleihe nicht in der Masse nach, wie es die Bibliothekaren erwarteten. Der Prozentsatz der Erfüllung liegt bei 80-90 %: es ist auch mehr als erwartet. In den öffentlichen Bibliotheken werden neben den ungarischsprachigen Bücher die Literatur Sozial- und Geisteswissenschaften In hohem Masse gefragt. In den Universitäts- und HochschulbibIiotheken, bzw. in den Fachbibliotheken wird die ausländische Fachliteratur gesucht; vor allem die Zeltschriftenartikel. Die bibliographischen Daten zur gewünschten Literatur sind leicht über die OPACs zu gewinnen; es ist entscheidend, ob die Fernleihe kostenlos oder billig ist. Die persönlichen Kontakte machen die Prozedur erfolgreicher. Dle grösseren Bibliotheken erleiden eine grössere Überlastung. Der Ablauf der Dienstleistung Ist wegen der niedrigen Exemplarenzahlen und wegen der “Stau” der Bestellungen sehr langsam; die Bücher werden durchschnittlich in 4 bis 5 Wochen oder (aus dem Ausland) in 3 bis 6 Monaten geliefert. Die Kommunikation über Fax oder E-Mail beschleunigt den Arbeitsprozess. 60-80% der In die Stadtbibliotheken eintreffenden Bestellungen kann aus den Komitatsbibliotheken geliefert werden.
Die Untersuchung testete auch die Lesermeinungen; der typische Benutzer, der um Fernleihe bát; ist männlich, ein Vierziger mit Lehrerstatus und mit guten Kenntnissen im Bereich Bibliothek. Als Hauptmotive für Fernleihe wurden die Teilnahme an einem Forschungsprojekt, das Studium und praktische Probleme in der Arbeit erwähnt: Die Mehrheit der Literatur zum Studium wird von den Komitatsbibliotheken geliefert. Trotz der langen Zeitspanne und den Gebühren findet 82% der Befragten die Dienstleistung als funktionsfähig. Es ist anzunehmen, dass 32% der potentiellen Nutzer wegen der Gebühren verloren geht.
Die Mehrheit der Befragten hält die Postgebühren und die Kosten der Kopien für noch annehmbar, es gab einige aber, die meinten, dass diese Dienstleistungen gegen Mitgliedsbeitrag kostenlos in Anspruch genommen werden könnten.


Traditionelle Veröffentllchungen auf dem Web: Hungarica-WWW
NYÁRY-GRÓFCSIK Erika – KOLONITS Zoltán – PAPP Gáspár – KOVÁCS Ilona – GÁL Júlia

 
Die Abteilung für Hungarica-Dokumentation der Széchényi-Nationalbibliothek entwickelte eine neue Web-Dienstleistung, in der es über jene ausländischen Bibliotheken Auskünfte gibt, wo Hungarica- Material gesammelt wird (d.h. ungarischsprachige Veröffentlichungen, Werke von ungarischen Autoren oder mit einer Ungarn-Beziehung). Die Forschungsergebnisse der Abteilung werden in der Reihe “Adressbuch von ausländischen Bibliotheken mit Hungarica-Material” publiziert.
Dieses Web-Service Ist einem UNESCO-IFLA-Projekt zu danken. Von dem geplanten System wird erwartet, dass es eine Suche aus mehreren Aspekten in zwei Sprachen (Ungarisch-Englisch) sichert. Die Eingabe der Daten stützt sich -auf den schon existierenden Textfiles, die neueren, bzw. die ergänzenden Daten werden mit WinWord eingegeben. Den Grund dazu bilden die mit Word 6.0 editierten Textfiles. Die Indexierung Ist SGML-kompatibel.
Das Hungarica-WWW Ist an der Homepage der Nationalbibliothek erreichbar. Die Recherche kann nach Ländern oder Themen gestartet werden.
Diplom-Betrieb und/oder Ausbildung einer intelligenz: die Lesekultur und Bibliotheksbenutzung von Hochschul- und Universitätstudenten
NAGY Attila

 
Es folgt aus der euroatlantischen Orientierung- Ungarns, dass sich die Zahl der Studenten In Ungarn heutzutage verdoppelt. Der Prozess Ist real, der Anwachs begann schon. Unter den Folgen, die sich aus den einheimischen Umständen ergeben; Ist die Überlastung der Lehrkräfte und der den Studenten versorgenden BibIiotheken zu nennen, In der Untersuchung wurden 400 Studenten aus acht Universitäten und Hochschulen befragt. Die Fragen richteten sich auf die Bibliotheksbenutzung, die Lesekultur und das Wertsystem der Studenten.
Etwa ein Viertel der Befragten beendet das Studium, ohne die Bibliothek aufgesucht zu haben (abgesehen von der Abschlussarbeit). Die Mehrheit der Studenten benutzt ihre eigene Institutionsbibllothekwährend 60 von Ihnen damit paralell auch eine öffentliche und eine Fachbibliothek besucht. Hier kommt der komplementäre Charakter der Bibliotheken zur Geltung.
Die Studenten suchen meistens die indirekten Quellen; sie nannten die Bibliothekare der öffentlichen Bibliotheken hilfsbereiter als die anderen. Gegen die Bibliotheken wenden sie ein, dass die Bibliotheken wenige Exemplare und Neuerwerbungen bereitstellen. In der Beurteilung der Tätigkeit der Bibliothek sind die Meinungen viel kritischer, wenn es um Ihre eigene Einrichtung geht. Statt Notizen zu machen, lassen sie die nötige Literatur kopleten. Es dauert zu lange, bis Ihre Bestellungen im Leihverkehr eintreffen.
Die Qualität der Lesestoffe von Studenten ist zeitlich, sprachlich und inhaltlich von besserer Qualität, als der Landesdurchschnitt; die Kommerzialisierung ist weniger spürbar und die tradftionelle Kultur ist bei ihnen noch anwesend.
Die Lage der Benutzerschulung an den Hochschulen und Universitäten in Ungarn
ESZENYI-BORBÉLY Mária

 
In dem Informationszeitalter ist es selbstverständlich, dass die Fachleute nach dem Studium entsprechende Kenntnisse über die Erwerbung von Informationen haben, die sie zur Ausübung Ihres Berufs und zur Forderungen des Alltags der Intelligenz brauchen. Da die Bibliothek die professionelle Stelle für Sammlung, Erschliessung und Bereitstellung von Informationen Ist, ist die Nutzung einer Bibliothek während des Studiums unentbehrlich. Wer soll aber in der Tat die Benutzerschulung ausführen? Auf diese Frage suchte die Autorin eine Antwort, als sie Im November 1997 an 96 Hochschulen und Universitäten einen Fragebogen verschickte, Die Rücklaufquote betrug fast 50 %: mit 47 beantworteten Fragebögen kann dieser Muster schon als repräsentativ betrachtet werden.
In 17 Einrichtungen wird die Benutzerschulung in organisierten Rahmen abgewickelt, in 13 ist sie eventuell, in den weiteren 17 gibt es keine Schulung. Bei der Auswertung der Fragebögen stellte es sich heraus, dass a) eine organisierte Tätigkeit bloss an 16 pädagogischen Hochschulen und – Universitäten nur in einem Drittel der Bildungsstätten (5) gibt, während in einem anderen Drittel (5) keine; in den übrigen Institutionen (6) werden lediglich beim Einschreiben grundlegende Kenntnisse der Benutzung der Bibliothek dargeboten; b) an den 25 Fachhochschulen und -universitäten gibt es lediglich in 11 Einrichtungen eine organisierte Schulung und In 7 gab es verschiedene Initiativen; c) in den 6 Kunsthochschulen und -universitäten wird nur in einer einzigen eine Benutzerschulung ausgeübt.
Ein Überblick und die Auswertung von Doktorarbeiten auf dem Gebiet Bibliothekswissenschafl. 2. Teil. 1991-1996
HANGODI Ágnes
Das Gesetz über das Hochschul- und Universitätswesen Nr. 80/1993 und die darauf folgenden Regierungsverordnungen veränderten das System der Doktorandenbildung. Infolge dessen schloss sich die vorangehende Epoche der Doktorarbeiten auf dem Gebiet der Bibliothekswissenschaft ab. Nach der in 1991 ausgeführten Erhebung von János Balázs (Könyvtári Figyelő, 1991. Nr.2.), die die zwischen 1958 und 1990 entstandenen Dissertationen analysierte, wertet diese Studie die seitdem entstandenen Arbeiten aus. Die Aspekte der Untersuchung betreffen den Prozentsatz der Absolventen und Dissertationen, das Jahr der Verteidigung, das Alter der Doktoranden, die Zeltspanne zwischen dem Staatsexamen und der Erlangung des Doktortitels, die inhaltliche Korrelation zwischen der Abschluss- und der Doktorarbeit, bzw. den Umfang der Dissertation. Die Studie analysiert Inhaltlich die untersuchten 25 Arbeiten mit Einführung neuer Themengruppen: die Geschichte der Zensur, die Geschichte verwandter Disziplinen, die Benutzerschulung, die integrierten Bibliothekssysteme, die neuen Mittel der Informationserschliessung. Das Erscheinen der letzten zwei Kategorien zeigt eindeutig, dass ein Umbruch in der Bibliothekswissenschaft in die Richtung der Informatik und Informationswissenschaft vorgeht. Die zwei Analysen betonen gemeinsam, dass eine inhaltliche Erschliessung der gesamt 160 Dissertationen auf dem Gebiet Bibliothekswissenschaft in der Form einer annotierten Bibliographie und deren Veröffentlichung sehr wichtig wäre.