Die Rolle der Bibliotheken im Prozess der Kommunikation. Teil 2.

SZENTE Ferenc

Der Verfasser analysiert die Wechsel in der Muttersprache, in den die Gemeinschaft formenden kulturellen Aktivitäten, und in der Umwelt. Die Erziehung in der Muttersprache und die Abstimmung zum Lesen sollen in der frühen Kindheit beginnen. Das sind die allerwichtigsten Voraussetzungen dafür, dass das Kind während seines Lebens kommunikationsfähig ist. Der Verfasser erwähnt auch die beunruhigende kulturelle-gesellschaftliche Krise, die unsere Welt heute charakterisiert. Er stellt fest, dass sie die Integration der Weltwirtschaft signalisiert. Die damit verknüpften Probleme können gewissermassen auch in der Bibliothek empfunden werden, und die Bibliothekare müssen ihnen entgegensehen. Wenn sie die Erziehung in der Muttersprache unterstützen und die notwendige Einfühlsamkeit haben, können sie dazu beitragen, dass unter den Leuten normale Kommunikation entsteht.Die Arbeiten am generellen Schlagwortverzeichnis.

HORVÁTH Tibor

Es gibt kein generelles Schlagwortverzeichnis auf Ungarisch, und dies verhindert wesentlich den Aufbau von Datenbanken. Der Verfasser veröffentlicht den Vorschlag, der durch das Klassifikationskomitee des Vereins Ungarischer Bibliothekare für das Ministerium für Kultur und Unterrichtswesen zusammengestellt worden ist. Das Komitee betrachtet die Entwicklung eines generellen Schlagwortsystems als die Aufgabe des ganzen Bibliothekswesens. Das Schlagwortsystem besteht aus drei Ebenen, die übereinander aufgebaut sind. Die oberste Ebene würde einige Tausend generische Schlagwörter enthalten, die für kleinere Bibliotheken geeignet sind, mit den Funktionen eines umfassenden Ordnungssystems. Die mittlere Ebene wäre eine mehr ausführliche Version, für Bibliotheken mittlerer Grösse, als auch für die sekundären Sammelgebiete von Grossbibliotheken. Die dritte Ebene würde ausführliche, spezifische  Schlagwörter zum tiefes Indexieren einschliessen. Zwischen  diesen Ebenen wäre ein Übergang möglich. Der Artikel macht auf drei wichtige berufliche Einzelheiten (logische Einheiten, thematische Kategorien, Anwendungsregel) aufmerksam.

Bibliothekssysteme auf PC.

HUNYADINÉ NASZÁDOS Edit – TOLNAI György

Diese Auswertung ist vom Beratungskomitee in Fragen der EDV-Anwendung in Bibliotheken zusammengestellt worden, über die Software für PC mit komplexen Funktionen. Die Programme werden gruppiert wie folgt: a) Micro-ISIS-Entwicklungen (z.B. HUN, IKB und KATAL der Nationalbibliothek Széchényi, MANCI der Nationalbibliothek Széchényi Zentralstelle für Bibliothekswissenschaft und Methodik), und mit der Micro-ISIS verknüpfte Programme, die in anderen Programmsprachen (Clipper, Pascal usw.) ergänzt worden sind (Beispiele: DrLib von fixen GmbH, PCLIB von Teleinfotéka); b) Programme für integrierte Bibliothekssysteme aus dem Ausland (IBAS, MIKROMARC); c) in Ungarn entwickelte Software (SZIRÉN, TEXTAR) und Einzelprogramme, entwickelt in Ungarn (KARDEX, PERIODIKA, KTRKS). Die Auswertungskriterien waren: flexibele Einführung, bequeme Benutzung entsprechende Dokumentation; Benutzung auf Ungarisch, Kodvorrat, Sprachenwechsel; Dienstleistungen; Anwendungsgebiet; Preis; erreichbare Datenbanken; Unterricht; weitere Entwicklung. Die Ergebnisse der Auswertung sind tabellarisch dargestellt. Die Studie wird durch eine kurze Besprechung der Programme ergänzt.

“Subjektive” Bemerkungen zur EDV-Anwen­dung in ungarischen Bibliotheken.

FÜREDI Mihály

Die Tendenzen in der EDV-Anwendung in ungarischen Bibliotheken überblickend bestimmt der Verfasser auch Perioden (“8-Bit”, “16-Bit XT” und “16-Bit AT”), und stellt fest, dass wir uns in die Richtung der “32-Bit” Periode fortbewegen. Er charakterisiert kurz diese Periode mit den benutzten Computern, den Betriebssystemen und den Software. Er definiert den Begriff “integrierte Bibliothekssysteme” und bespricht eine mögliche Klassifikation dieser Systeme: horizontal integrierte Systeme (z.B. OSZKÁR), vertikal integrierte Systeme (z.B. TEXTAR, TINLIB usw.), völlig integrierte Systeme (z.B. DOBIS/LIBIS). Er beschreibt die Typen von bibliothekarischen Datenbank-Managementsystemen, ihre Entwicklungstendenzen und gemeinsame Charakteristika. Er kommt zur Folgerung, dass die aufgezählten Eigenschaften als Ganze ermöglichen, dass grosse Dateien mit anspruchvollen Recherche- und Display-Möglichkeiten auch auf PC geschaffen werden. Die Lücken der Boolischen Recherchesysteme werden ausführlicher erörtert und die Verwendung solcher Recherchetechniken wird empfohlen, auf welche sich das TINLIB-System basiert.

Das integrierte Bibliothekssystem TINLIB.

FÜREDI Mihály

Der Verfasser stellt kurz das TINMAN Datenbank-Managementsystem und ihre Anwendung in Bibliotheken, das TINLIB Programmpaket vor. TINLIB ist ein integriertes System, dessen Module organisch auf den folgenden Gebieten zusammenarbeiten: Recherche, Katalogisierung, Ausleihe, Erwerbung, Nachweis von Periodika und Serien, Kommunikation im Netz, SIV. Das System bietet kontrollierte, folgerungsweise vereinheitlichte Dateneingabe in vielen Feldern, unbegrenzte Rekordlänge und Wiederholbarkeit, effektive Recherche an. Mit der Suchtechnik “Schmökern und Navigation” kann man ausgezeichnete Suchergebnisse erhalten, weil – falls es nötig ist – man von der Titelreche zum DK- oder Verfasserrecherche umschalten kann, die Suchergebnisse laufend ergänzend. Mann soll nicht einmal zum Menü zurückkehren, wie es mit anderen Systemen üblich ist. Der Verfasser zählt die Vorteile des TINLIB im Vergleich zu anderen Systemen auf, und betrachtet auf ihrem Grund die TINLIB-Software als zur Lösung aller Probleme von EDV-Anwendung in mittelgrossen Bibliotheken und zur Lösung einiger Teilprobleme von grossen Bibliotheken (Nationalbibliothek Széchényi, Nationales Technisches Informationszentrum und Bibliothek) geeignet.

Volltext-Datenbank-Management und die  BRS/Search Software

HERÉNYI István

Der Verfasser fasst die generellen Spezifika von Volltext-Datenbanken und ihre Anwendung zusammen. Nachdem er die grundlegenden Prinzipien und Terminologie geklärt hat, beschreibt er die BRS/Search Volltext-Datenbank-Management-Software, die neu in Ungarn ist. Das System ist ein Produkt der britischen-amerikanischen Firma BRS Software. Seit 1991 wird diese Software vom Forschungsinstitut für EDV-Anwendung der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (MTA SZTAKI) vertrieben. Der Text der Software ist in der C Sprache geschrieben worden. Die Software ist mit allen Betriebssystemen zugreifbar. Sie nimmt beliebige Textverarbeitungsprogramme an, antwortet schnell, bietet effektive Speicherung, flexible Recherche, ein breites Spektrum von online Zugriffmöglichkeiten an. Durch die HyperLink Funktion kann sie Dokumenten zusammenfügen. Sie enthält auch ein ANSI-Thesaurus. Ihre spezielle Eigenschaften sind: Zusammenfügung von Datenbanken, einfacher Export und Import, verschiedene Displays. BRS/Search verfügt über eine vereinfachte Benutzer-Schnittstelle für Anfänger und eine mehr komplexe graphische Schnittstelle für mehr geübte Benutzer.

Geschichte der Probleme der Bibliotheksnetze in den Komitaten.

TÓTH Gyula

Komitatsbibliotheken und ihre Netze sind vor 40 Jahren organisiert worden. Anlässlich des Jubiläums blickt der Verfasser bis Beginn des 19. Jahrhunderts zurück, zu den ideologischen-geschichtlichen Würzeln der Entwicklung der Netze Öffentlicher Bibliotheken. Dem englischen Beispiel folgend hat die Idee, Komitats- und Stadtbibliotheken zu gründen, in Ungarn ziemlich früh aufgetaucht, mit dem Absicht, die nationale Kultur zu verbreiten, das kulturelle Niveau der Bevölkerung zu erheben. Der Verfasser illustriert die Vorstellungen zum Rahmen, Struktur und Finanzierung des Netzes Öffentlicher Bibliotheken in Ungarn mit Zitaten aus den Studien von Zoltán Ferenczi, Pál Gulyás, József Mihalik, Béla Kőhalmi. Die Schlüsselfrage was damals dieselbe wie heute: wer wird die Finanzierung des Betriebes unternehmen. Mit dem Aufbau des regionalen Bibliotheksnetzes wurde nach 1945 begonnen. Der Übersicht endet sich mit dem Jahr 1952.

Direkt oder indirekt? Die Lage und Probleme der Fernleihe in der Bibliothek der Lajos Kossuth Universität, Debrecen.

PÁLNÉ PÉTER Judit

Die Verfasserin äussert sich zum Artikel von Lászlóné Kürti (Könyvtári Figyelő, Jg.38. 1992. Nr.3. S. 419.). Die Rechtsvorschriften ermöglichen es für 12 Bibliotheken mit nationalen Aufgaben, die Fernleihe direkt mit ihren ausländischen Partnern zu erledigen. Die Zentralbibliothek der Lajos Kossuth Universität hat aber das nicht unternommen. Die Ursachen dafür sind die mangelhaften finanziellen Möglichkeiten und berufliche Überlegungen, die ausführlich im Artikel erörtert werden.

Die Meinung Budapester Studenten über die Bibliothekarausbildung.

MIKULÁS Gábor

Der Artikel ist als Teil einer gemeinsamen holländischen-ungarischen Dissertation geschrieben worden. Im Februar 1992 ist eine Erhebung am Lehrstuhl für Bibliothekswissenschaft der Loránd Eötvös Universität unter den Studenten in den philologischen und naturwissenschaftlichen Fächern über die Effektivität der Bibliothekarausbildung gemacht worden. Die Ergebnisse der Erhebung sind die folgenden: die Ausbildung soll in mehreren Aspekten verändert werden; die Studenten des letzten Jahrgangs sind mit der Ausbildung unzufrieden, sie betrachten aber die technische Voraussetzungen als entsprechend. Der Verfasser ist der Meinung, dass die Bibliothekarausbildung eine Art von Service ist. Um ihr Niveau zu erhöhen, ist Zusammenarbeit in allen Gebieten des Bibliothekswesens nötig.

Kommunikations- und Informationsdienstleistung durch Satelliten. Rundschau.

PÁLVÖLGYI Mihály

Das Europäische Zentrum Parlamentarischer Forschung und Dokumentation (ECPRD) und die regionale Zusammenarbeit von Parlamentsbibliotheken.

HARASZTI Pálné

THOMSON, Ian: European business information network.

(Europäisches Business-Informationsnetz.) (Übers.: Orbán Éva)

CD-ROM und Macintosh. Wissenswertes über die Kent University.

KOLTAY Tibor

KING, Pamela: Privatisation and public libraries.

(Privateigentum und Öffentliche Bibliotheken.) (Rez.: Nagy Ferenc)

GORMAN, G.E. (Red.): The education and training of information professionals. Comparative and international perspectives.

(Unterricht und Ausbildung von Informationsfachleuten. Vergleich und internationale Perspektiven.) (Rez.: Téglási Ágnes)

End-user searching. The effective gateway to published information.

(Endnutzerrecherchen. Das effektive Gateway zur Information.) (Rez.: Koltay Tibor)

KIRSTINÄ, Leena – LŐRINCZ Judit: Magyarok és finnek a fikció világában.

(Ungarn und Finnen in der Welt der Fiktion. Rezeption der Romane von József Balázs und Veijo Meri in Ungarn und Finnland.) (Rez.: Laborc Júlia)

Information in Eastern and Central Europe: Coming in from the cold. Papers presented at the State-of-the-Art Institute, November 12-13, 1991, Washington, D.C.

(Information in Ost- und Mitteleuropa. Vorträge der Konferenz State of the Art Institute, 12-13. November, 1991, Washington, D.C.) (Rez.: Hegyközi Ilona)