Die Rolle der Bibliotheken im Prozess der Kommunikation. Teil 1.

SZENTE Ferenc

Der zentrale Gedanke der Budapester Weltausstellung im Jahre 1996 ist ?Mensch und Kommunikation”. Welcher Piatz gehört der Bibliothek in der modernen Welt der Kommunikation? Der Verfasser versucht, diese Frage zu beantworten, während er einige grundlegende Probleme der Kommunikationstheorie untersucht. Er stellt fest, dass das Bibliothekssystem, das den Interessen der ganzen Gesellschaft dient, eine unentbehrliche Voraussetzung der modernen Kommunikationsgesellschaft ist. Die Bibliothek ist der Mittel der indirekten Kommunikation für grosse Massen der potentiellen Benutzer, unabhängig vom Zeitfaktor. Vorstellungen zur Entwicklung der Nationalen Zeitschriftendatenbank

TÓSZEGI Zsuzsanna

In der Nationalbibliothek Széchényi wird die Nationale Zeitschriftendatenbank (Nemzeti Periodika Adatbázis, NPA) seit 1984 aufgebaut, aus Mangel am eigenen grossen Computer im externen Rechenzentrum, mit Offline-Zugriff. Diese letzte zwei Fakten tragen in sich schon vorweg Probleme: das System kann gar nicht online benutzt werden, die neuen Einträge sollen auch manuell registriert werden; infolge der Aktualisierung einmal im Jahr ist es schwierig, Informationen aus der Datenbank zu geben; weiterhin verursacht die Registration der Teileinheiten Sorgen. Zur Änderung der Situation ist ein Entwicklungsplan ausgearbeitet worden, seine wichtigsten Elemente sind die folgenden: der Datenaustausch zwischen den Bibliotheken-Datenlieferanten und der NPA auf magnetischen Datenträgern; die Umformung des Offline-Systems der NPA ins Online-Inputsystem; Entwicklung eines mit dem Online-System verknüpften, computerisierten Ausleih-Subsystems; Gestaltung modernen Outputs; Vorbereitungen zur Einführung eines Katalogisierungsverbundes. Ausserdem wird auch das Anmeldungssystem der NPA vereinfacht werden.

Über die Fernleihe

KARÁCSONYI Rózsa

Die Verordnung des Ministers für Kultur über die Fernleihe erschien im Jahre 1981 (No.19/1980.XII.8.MM), und die Nationalbibliothek Széchényi hat dazu im nächsten Jahr eine ausführliche methodische Anleitung zusammengestellt, um díe Arbeit der in der Fernleihe tätigen Bibliothekare zu erleichtern. 1990 ist die verbesserte, überarbeitete Ausgabe der Anleitung notwendig geworden. Der Beitrag legt die kritischen Fragen aus dem Gesichtspunkt der Praxis dar: die Probleme der Fnanzierung in Ungarn, den Gebührensatz von einheimischer und ausländischer Fernleihe, die Sorgen der Ausfüllung und Lenkung der Bestellscheine.

Fragen der direkten internatianalen Fernleihe

KÜRTI Lászlóné

Im November 1991 hat die Nationalbibliothek Széchényi die zwölf auf direkte internationale Fernleihe berechtigte ungarische Bibliotheken zusammengerufen. An der Konferenz hat es sich herausgestellt, dass diese Grossbibliotheken die durch die Rechtsvorschrift gegebenen Möglichkeiten nicht ausnutzen. Die wichtigsten Ursachen der niedrigen Verkehrsstatistik sind: Mangel am Geld und ungenügende Sprachkompetenz der Sachbearbeiter.

Finanzierung der Fernleihe

PALLÓSINÉ TOLDI Márta

In diesem Beitrag führt die leitende Mitarbeiterin einer Bezirksbibliothek ihre Gedanken darüber aus, dass die Kosten der Fernleihe nicht den Lesern zugeschoben werden dürfen, sondern es sollen Lösungen gefunden werden, damit die Bibliothek ihre Finanzierung unternehmen kann.

Die Chancen einer laufenden nationalen Zeitungsinhaltsbibliographie

KÉGLI Ferenc

Seit der im Jahre 1885 veröffentlichten ungarischen ZeitungsinhaltsbibIiographie (die von József Szinnyei, dem Alteren zusammengestellt worden war) tauchte die Notwendigkeit der Erschliessung der Zeitungen mehrmals auf. Die Nationale Zeitschrifteninhaltsbibliographie ?Idoszaki Kiadványok Repertóriuma” erschliesst seit 1962 die bedeutenden Artikel der zentralen Tageszeitungen, aber unabhängig davon stellen einige Institutionen fach- und ortskundige Bibliographien zusammen. Die Zahl der Zeitungen hat am Anfang der 90-er Jahre plötzlich gewachsen (statt der früheren ca. 30 Arten von nationalen und örtlichen Zeitungen gibt es jetzt ca. 470-480.) Dadurch hat sich die zu erschliessende Menge von Informationen in den Zeitungen vielfach vergrössert, und zur gleichen Zeit haben sich auch die Bedürfnisse der potentiellen Nutzer verändert. Die Antwort auf diese Herausforderung könnte eine laufende, geureinsame, integrierte Zeitungsinhaltsbibliographie sein, die ins System der Nationalbibliographie passt. In der Zusammenarbeit der Bibliotheken soll man sich auf die sich entwickelnde Computernetze stützen, und solche Informationsdienstleistungen gestalten, die vom Online-Recherche durch die gedruckte, laufende Bibliographie bis zur Reproduktion des originellen Textes reichen.

Konflikte, Konfliktsituationen im Management der Nationalbibliothek Széchényi

CSEPREGI Klára

Die Nationalbibliothek Széchényi weicht infolge ihres nationalen Charakters von den anderen ungarischen Bibliotheken ab. Die Ursachen für die Konfliktsituationen, Konflikte sind die folgenden: die knappen finanziellen Mittel, die ungünstige Unterbringung, die Umstellung auf computerisierte Verarbeitung, der Zuwachs der Leserumsatzes, oder die Sorgen der zentralen Dienstleistungen. Die Verfasserin führt einige typische Konfliktsituationen und ihre Lösungen auf. Verallgemeinerd kann man feststellen: die Zahl solcher Konfliktsituationen und Lösungsversuche hat sich vergrössert, die Veränderungen in der Organisation mit sich bringen. Ihrem Vorschlag gemäss soll man überlegen, die Entscheidungsebenen neu zu bestimmen, und eine, die ganze Bibliothek umfassende Organisationsansatzung zu erarbeiten.

Die Bibliothekszeitschrift Könyvtári Fîgyelo – als sie von 50 Lesern betrachtet wird

KOVÁCS Katalin

Im Jahre 1991 hat sich die Zeitschrift Könyvtári Figyelo im Zeichen der Rationalisierung und Wirtschaftlichkeit umgewandelt. In den Veränderungen war die Ansetzung eines neuen Teils entscheidend, der auf die Referate des eingestellten ReferatebIattes KDSZ (Könyvtári és Dokumentációs SzakirodaIom) aufgebaut worden ist. Nach einem Jahr haben die Redakteure eine Fragebogenerhebung unter den Lesern durchgeführt. Die niedrige Zahl der zurückbekommenen Fragebogen hat von hochgradiger Uninteressiertheit gezeugt. Die Antwortenden waren aber im wesentlichen mit den Veränderungen zufrieden; sie halten den Themenauswahl für richtig, halten den Stil der Beiträge und das Äussere der Zeitschrift für entsprechend. Die Redaktion hat auch nützliche Themenvorschläge für die weiteren Hefte erhalten. Die Antwortenden haben die Meinung geäussert, dass die Zeitschrift das leitende Organ der ungarischen hibliothekarischen Fachpresse ist.

“Der Stamm und die Zweige”. Wissensorganisation und Syntaxis. Beitrag zur Kandidatendissertation von Tîbor Horváth. Teil 2.

DARÁNYl Sándor

Den ersten Teil der Besprechung haben wir in der Nummer 1992/1 (S. 50-58) unserer Zeitschrift veröffentlicht. Dieser Teil beschreibt die PRECIS Indexierungssprache und ihre Anwendung in Ungarn, d.h. das von den Mitarbeitern der Nationalen Pedagogischen Bibliothek und Museum zur Erschliessung der pedagogischen Fachliteratur entwickeltes Indexierungssystem. Die PRECIS-Syntax ist für verschiedene Typen der Klassifikationstermine (Freitext-Wörter, Schlagwörter, Deskriptoren, eingliedrige Ausdrücke und Syntagmen) anwendbar. Der Ziel ist, aus den Indexierungselementen einen Indexeintrag zusammenzustellen, der den Sätzen der natürlichen Sprache ähnelt. Bei der ungarischen Version sollte man auf die Suffixe achten, hat die Transformation der Prädikate Sorgen gemacht. In der Besprechung sind wesentliche Teile aus der Dissertation von Tibor Horváth übernommen worden, und der Verfasser hat ergänzende Erklärungen hinzugefügt.